Anpassung der Spielregeln 2010/2011 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Henning Lüneburg   
Mittwoch, den 07. Juli 2010 um 18:39 Uhr

Anpassung der Spielregeln 2010/2011

Regel 1 – Das Spielfeld

 

 

Der letzte Satz des zweiten Absatzes unter der Überschrift „Die Tore“ (Regelheft S. 5) lautet

neu:

Torpfosten und Querlatten

 

müssen quadratisch, rechteckig, rund oder elliptisch sein und dürfen

die Spieler in keiner Weise gefährden.

Die bestehende Definition wurde vom International Football Association Board der FIFA

dahingehend präzisiert, dass die Torumrandung keine andere Form haben darf.

Regel 5 – Der Schiedsrichter

 

 

In der „Auslegung der Spielregeln und Richtlinien der FIFA für Schiedsrichter“ wurde bei der

Überschrift „Verletzte Spieler“ der vierte Punkt der Richtlinien neu formuliert (Regelheft Seite

31):

Die Helfer sollen nur auf Zeichen des Schiedsrichters mit der Trage aufs Spielfeld kommen.

Die Tatsache, dass Helfer mit der Trage zwingend aufs Spielfeld kommen müssen, wenn bei

einer Verletzung ein Arzt benötigt wird, führt nach Mitteilung des International Football

Association Board der FIFA zu unnötigen Verzögerungen.

 

 

In der „Auslegung der Spielregeln und Richtlinien der FIFA für Schiedsrichter“ wurde unter dem

Punkt „Ausnahmen gelten nur“ eine neue Bestimmung an dritter Stelle hinzugefügt (Regelheft

Seite 32):

 

 

wenn Spieler desselben Teams nach einem Zusammenprall sofortige Betreuung benötigen,

Es wurde vom International Football Association Board der FIFA als unfair erachtet, dass

Spieler desselben Teams nach einem Zusammenprall das Spielfeld zur Behandlung verlassen

und ihr Team in Unterzahl weiterspielen muss.

 

 

In den Anweisungen des DFB (Regelheft S. 41) wurde von der DFB-Schiedsrichter-Kommission

auf Empfehlung der Medizinischen Kommission der UEFA eine neue Nr. 4 mit dem

nachstehenden Text eingefügt:

 

 

4. Fußball soll bei Temperaturen ab minus 15 Grad, bei starkem Wind ab Temperaturen

von minus 10 Grad nicht mehr gespielt werden. Bei starker Kälte muss der Schiedsrichter

auf die angemessene Bekleidung der Beteiligten achten.

In der bisherigen Nr. 4 wurde der letzte Satz gestrichen

 

 

Die bisherige Anweisung Nr 8 wurde von der DFB-Schiedsrichter-Kommission durch

nachstehende Nrn. 9 und 10 ersetzt:

 

 

9. Erscheint eine Mannschaft nicht oder tritt sie nicht an, so haben der andere Verein und

der Schiedsrichter die Pflicht, so lange zu warten, dass der Anstoß höchstens um 45

Minuten verzögert wird.

 

 

10. Ein Schiedsrichter kann ein Spiel abbrechen. Ein Spielabbruch sollte nur erfolgen,

nachdem alle zumutbaren Mittel, das Spiel fortzusetzen, erschöpft sind. Gründe für einen

Spielabbruch können beispielsweise Witterungsverhältnisse, Einflüsse von außen wie

Zuschauerausschreitungen, massive Bedrohungen oder ein tätlicher Angriff gegen den

Schiedsrichter oder sein Team sein.

Regel 14 – Strafstoß

 

 

In der „Auslegung der Spielregeln und Richtlinien der FIFA für Schiedsrichter“ wurde unter der

Überschrift „Ausführung“ (Regelheft Seite 101) der dritte Absatz neu formuliert:

Finten beim Anlauf zur Täuschung des Gegners bei der Ausführung eines Strafstoßes gehören

zum Fußball. Nach vollendetem Anlauf den eigentlichen Stoß nur vorzutäuschen, gilt als

Verstoß gegen Regel 14 und stellt eine Unsportlichkeit dar, für die der betreffende Spieler

verwarnt wird.

Da immer mehr Spieler zur Täuschung des Torhüters bei der Ausführung eines Strafstoßes

Finten anwenden, musste

 

 

vom

International Football Association Board der FIFA klargestellt

werden, was erlaubt ist und welche Maßnahmen der Schiedsrichter bei einem betreffenden

Vergehen ergreifen muss.

Die „Anweisungen des DFB“ Nr. 1 und 3 werden von der DFB-Schiedsrichter-Kommission

gestrichen.

Regel 16 – Abstoß

 

 

In der „Auslegung der Spielregeln und Richtlinien der FIFA für Schiedsrichter“ wurde im ersten

Satz des ersten Absatzes (Regelheft S. 108) von der DFB-Schiedsrichter-Kommission eine

Korrektur vorgenommen:

Berührt der Spieler nach einem korrekt ausgeführten Abstoß den Ball ein zweites Mal, nachdem

dieser den Strafraum verlassen hat, aber noch nicht von einem anderen Spieler berührt wurde,

entscheidet der Schiedsrichter auf indirekten Freistoß für das gegnerische Team an der Stelle,

an der die zweite Ballberührung erfolgte (siehe Regel 13 – Ort der Freistoßausführung).“

Damit wurde ein Übersetzungsfehler richtig gestellt.

Die Technische Zone

 

 

Der Text (Regelheft S. 116) wurde von der DFB-Schiedsrichter-Kommission ergänzt:

Hinweis des DFB: Technische Hilfsmittel dürfen in diesem Bereich nicht aufgestellt werden.

Der Vierte Offizielle

 

 

Der siebte Absatz (Regelheft S. 117) wurde neu formuliert:

Er unterstützt den Schiedsrichter bei der Spielleitung gemäß den Spielregeln. Die

Entscheidungsgewalt bei allen spielrelevanten Situationen liegt jedoch beim Schiedsrichter.

Der Vierte Offizielle sollte nach Mitteilung des International Football Association Board der FIFA

den Schiedsrichter nicht nur in der begrenzten Anzahl Situationen, die in den bestehenden

Spielregeln genannt sind, unterstützen und beraten.



Quelle:Schleswig-Holsteinischer Fussballverband

 

Liebe Sportfreunde,

auch für die kommende Saison sind wieder einige Regeländerungen umzusetzen, die hiermit

vorgestellt werden sollen.

Die Änderungen sind bereits zum 01.06.2010 in Kraft getreten (ausgenommen noch auszutragende

Spiele der Saison 2009/2010), um die Anwendung bei der Weltmeisterschaft zu ermöglichen.